Windows neu installiert? Treiber finden und Software stapeln!

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Mit freundlichen Grüßen
J. Wiese

Windows neu zu installieren geht in Zeiten von SSD´s sehr schnell. Aber danach ist nicht Schluss mit der Arbeit, wenn Windows installiert ist fehlen immer essentielle Treiber! Darunter ist auch sehr oft der Treiber für die Netzwerkkarte. Wie bekommt diesen nun auf das neu installierte Windows, wenn kein Netzwerk/Internet verfügbar ist?

Irgendwas mit Internet

Mittlerweile hat Windows angefangen Treiber mittels Windows Update zu verteilen, dazu braucht Windows aber erst einmal Internet. Nach dem Verbinden, sollten sich die meisten Treiber installieren. Aber aufgepasst: Darunter sind auch sog. generische Treiber, das bedeutet, sie funktionieren bei mehreren Geräten der selben Art. Hat nun ein Gerät eine Sonderfunktion, muss ein angepasster Treiber installiert werden, damit die Extras funktionieren. Um jetzt schnell Internet auf dem Gerät zu bekommen, gibt es ein paar einfach Möglichkeiten:

  1. Viele WLAN-Sticks funktionieren von Haus aus mit Windows und benötigen keinen extra Treiber.
  2. Das Internet vom Smartphone teilen. Bei Android kann die Internetverbindung mittels USB-Tethering geteilt werden. Wenn das Handy nun über WLAN im Internet ist, wird das Internet vom WLAN über USB geteilt und nicht das mobile Datenvolumen. Die notwendigen Treiber sind schon bei Windows 7 vorinstalliert.
  3. Man lädt sich den benötigten Treiber für die Netzwerkkarte oder den WLAN-Stick, bevor der Rechner neu aufgesetzt wird, auf ein Speichermedium, welches nicht gelöscht wird, herunter (Dazu später mehr).

Für Spiele-PCs ist es ratsam, nachdem die Treiber über Windows Update installiert wurden, den Treiber für die Grafikkarte beim Hersteller herunterzuladen und zu installieren, da Windows nur eine abgespeckte Variante installiert.

Alle Treiber mit einem Treiberpaket installieren (offline)

Snappy Drivers: Programmfenster

Snappy Drivers: Programmfenster (Updates Verfügbar)

Wer klug ist, legt sich auf dem Installationsmedium von Windows ein riesiges Treiberpaket ab, damit muss man nicht für jeden Rechner, der neu aufgesetzt wird, nach den neuen Treibern suchen. Man hat immer alle dabei.

Mit Snappy Drivers (Die Lite-Version reicht aus!) kommt man an dieses Paket.  Nach dem Herunterladen entpackt man das Tool am besten gleich auf einen USB-Stick und startet es, damit man die Treiberpakete herunterladen kann. Beim Starten verbindet sich Snappy mit dem Internet und sucht nach Updates. Dieses kann manchmal etwas dauern (Max: 1 Min.). Danach erscheint ein Balken auf den man klicken kann, um die Updates aus zu wählen.

Snappy Drivers: Herunterladbare Pakete

Snappy Drivers: Herunterladbare Pakete

Es werden bestimmt nicht alle Pakte benötigt. So muss man die Pakete mit „XP“ und „Server“ im Namen nicht installieren, wenn man für Windows 7 und aufwärts die Treiber braucht. „Indexe“ muss installiert werden, da in diesem Paket die Informationen liegen, was für Treiber in den Pakten im einzelnen sind. Nach dem erfolgreichen Herunterladen kann man das Programm beenden.

Beim neu installierten PC muss nun nur noch das Programm geöffnet werden und es wird eine lange Liste angezeigt mit fehlenden Treibern. Jetzt noch kurz ein Haken bei „Wiederherstellungspunkt erstellen“ machen, dann „Alles anwählen“ drücken und auf Installieren klicken.

So, die Treiber sind alle installiert aber die Windows Updates brauchen bekanntlich noch ewig. Um das abzukürzen, gibt es die tollen WinFuture UpdatePacks.

Einzelne Treiber finden

Manchmal kommt es vor, dass ein Treiber nicht automatisch installiert werden kann. Das ist auch kein Problem mit folgender Methode und sollte bei jedem Gerät funktionieren.

Zuerst muss man die Geräte-ID aus dem Geräte-Manager auslesen. Dazu öffnet man den Geräte-Manager und das Eigenschaften-Fenster des Geästes, welches ein Fragezeichen hat. Unter Details wählt man in dem Auswahlmenü „Hardware-Ids“ aus. Einer der angezeigten Einträge sollte folgendermaßen aussehen:

PCI\VEN_8086&DEV_1502&SUBSYS_1497103C&REV_04

Uns interessieren die Zahlen nach „VEN“ für Vendor und „DEV“ für Device. Auf der Seite pcidatabase.com gibt man nun die Device-Nummer ein und drückt suchen. Jetzt sollte eine Liste mit mindestens einem Geräte-Namen erscheinen. Wenn mehrere Einträge in der Liste vorhanden sind, muss man den Eintrag mit der richtigen Vendor-Nummer nehmen. Zuletzt muss man jetzt nur noch den Gerätenamen in eine Suchmaschine eingeben, normalerweise findet man ihn dann.

Software Stapelweise Installieren

All in One Runtimes Fenster zur Installation notwendiger Komponenten nach der Neuinstallation von Windows

All in One Runtimes: Installation notwendiger Komponenten nach der Neuinstallation von Windows

Damit auch alle Software läuft, die noch auf irgendwelchen Partitionen liegt und in Zukunft installiert wird, installiert man das All In One Runtimes Paket, welches alle möglichen Laufzeitpakete enthält. Aber hier auch wieder aufgepasst: Die Installation startet automatisch mehreren Sekunden nachdem man es geöffnet hat. Aber nicht alles, was installiert wird, ist auch notwendig!

  • Java: Sollte man nur installieren, falls man Programme benutzt die dieses Brauchen zB: JDownloader, JetBrains IDE, Eclipse, Spiele …
  • Adobe Flash Player + Adobe Shockwave Player: Braucht man nicht mehr! Der Flash Player ist in Chrome vorinstalliert. Ich persönlich Nutzte Firefox ohne Flash und falls doch mal eine Seite Flash braucht (Spotify), dann kommt Chrome ran.
  • Microsoft Silverlight: Hat sich nie richtig durchgesetzt. Der letzte mir bekannte große Nutzer war Amazon Video, aber das ist auch vorbei.

Kommen wir zur Software: Ninite Software Deployment
Einfach auf der Webseite auswählen, welche Programme man installiert haben möchte. Dann auf „Get Your Ninte“ klicken und den individuellen Installer herunterladen. Dieser Installiert dann die Ausgewählten unter „C:\Programme\“ bzw. „C:\Programme (x86)\“. Updaten kann man diese mit dem Installer übrigens auch ganz einfach: Einfach die heruntergeladene Datei erneut ausführen.